System & Technik

Von Helen Benz, 17. August 2015  

Firefox blockiert Flash-Inhalte

Achtung: Flash-Player kann Ihre Daten
beschädigen!

Nachdem Berichte über Sicherheitslücken beim Flash Player von Adobe immer häufiger wurden, hat Mozilla sich dazu entschlossen, Flash-Inhalte zukünftig in seinem weit verbreiteten Firefox-Browser zu blockieren. Ein Sicherheitsbeauftragter von Facebook geht sogar noch weiter und fordert generell das Ende von Flash. Es ist nicht das erst Mal, dass Flash in der Kritik steht.

Immer wieder gravierende Sicherheitslücken
In der Vergangenheit sind immer wieder potenziell gefährliche Sicherheitslücken bekannt geworden, die den Flash-Player von Adobe betrafen. Das Unternehmen musste daraufhin wiederholt schnelle Notfall-Updates veröffentlichen, um die Lücken zu entschärfen. Während beim Chrome-Browser von Google der Nutzer vor der Ausführung von Flash-Inhalten lediglich explizit nach einer Zustimmung gefragt wird, reagiert Mozilla deutlich schärfer auf die Sicherheitsprobleme. Im Firefox-Browser wird das Laden und Anzeigen von Flash-Inhalten zukünftig automatisch blockiert. Versucht der Browser einen interaktiven bzw. multimedialen Inhalt zu laden, bekommt der Nutzer lediglich eine Warnmeldung angezeigt, die darüber informiert, dass Flash aus Sicherheitsgründen nicht ausgeführt wird. Die Maßnahme soll laut Mark Schmidt, dem Chef der Firefox Support-Abteilung, solange beibehalten werden, bis keine Sicherheitslücken des Flash Players mehr öffentlich bekannt sind. Auch Facebook hat auf die wiederholten Sicherheitslücken beim Flash Player reagiert. Der Sicherheitschef des Unternehmens hinter dem sozialen Netzwerk hat Adobe öffentlich aufgefordert das Produkt einzustellen und den Flash Player endgültig zu beerdigen.

Flash steht schon lange in der Kritik
Die akuten Probleme im Bereich der Sicherheit sind durch die Attacke eines italienischen Hacker-Teams bekannt geworden, das auch Spionagesoftware für Regierungen entwickelt und eine bisher unbekannte Sicherheitslücke im Flash-Player ausgenutzt hat. Adobe musste daraufhin reagieren und ein schnelles Update verteilen, mit dem das Sicherheitsleck geschlossen wurde. Die Flash-Technik steht aber nicht erst seit Bekanntwerden der jüngsten Probleme in der Kritik. Bereits im Jahr 2010 hatte Steve Jobs, damals CEO von Apple, das Ende von Flash gefordert. Das Unternehmen hatte unter anderem bei seinem mobilen Betriebssystem iOS, das bei iPhone und iPad eingesetzt wird, auf Adobe Flash verzichtet und so dafür gesorgt, dass Nutzer einige Webseiten nicht ordnungsgemäß nutzen konnten. Mittlerweile verzichten immer mehr Webseitenbetreiber auf Flash und setzen auf andere Methoden. Unter anderem hat die Videoplattform YouTube Anfang 2015 die alternative Technik HTML5 zum Standard gemacht, mit der sich interaktive Inhalte auch ohne das Flash Player-Plugin umsetzen lassen.

Über die Autorin: Helen Benz, Administration & Personal

Helen Benz ist Verantwortliche in Administration und Personalwesen bei BIG IT Systems GmbH.
Sie ist Ihre Ansprechsperson für Fragen in den Bereichen Personal, Organisation, Koordination, Kommunikation und allen administrativen Belangen.

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Flash in der Kritik
HTML5 als alternative Technik
Notfall-Updates von Flash
Sicherheitslücken beim Flash-Player