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Von Leonie Simmen, 2. Dezember 2014  

Der gläserne Mensch – Schützen Sie Ihre Privatsphäre!

Onlinekonzerne sind sammelwütig.

Der gläserne Mensch
Durch die grosse Nutzung von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablet-PCs greift die Computer-Technologie immer stärker in den Alltag des modernen Menschen ein. Dem breiten Einsatz von Computern, insbesondere den diversen Datensätzen, die durch die Benutzung solcher Gerätschaften entstehen, stehen nicht erst seit der  Aufdeckung der hiesigen NSA-Affäre mehr und mehr Menschen zunehmend skeptisch gegenüber. Der „gläserne Mensch“, sprich das komplett durchschaubare Individuum mit all seinen Gewohnheiten, Vorlieben und Geheimnissen, stellt für viele Personen längst kein utopisches Science-Fiction-Gespenst mehr dar! Mit welchen Techniken Großkonzerne, Geheimdienste und sogar Privatpersonen solche Datensätze anlegen und worauf es bei der Nutzung von Smartphones & Co zu achten gilt, verraten die folgenden Zeilen.

Vorsicht Datenfresser
Einen der wohl berühmtesten Datensammler stellt das allseits bekannte Facebook-Portal dar. Wer hier Beiträge veröffentlicht, muss trotz neuer Datenschutzbestimmungen damit rechnen, dass sich die Kommentare auch noch in ferner Zukunft über Drittanbieter und verlinkte Webseiten aufspüren lassen. So mag das Freunde-Netzwerk zwar durchaus Informationsgehalt bieten und auch die Kommunikation deutlich erleichtern, doch der „Erinnerungsfaktor“ dieses Portals kann dem Nutzer noch Jahre später in unangenehme Situationen bringen. Im Bereich der Kommunikation sei zudem auf die allseits beliebten Messanger-Dienste wie „What’s App“, Threema, usw. hingewiesen. Hiermit lassen sich schließlich etliche Nachrichtenformen, angefangen von der klassischen Text-Botschaft über Bilder bis hin zu Videos, völlig kostenlos verschicken, aber die nahezu kaum vorhandenen Sicherheitsrichtlinien machen jeden Nutzer auch zum perfekten Ziel von Hacker- und Lauschangriffen! Denn bereits mit einem Grundstock an IT-Wissen lässt sich zum Beispiel ein Handy, auf dem diese Apps installiert sind, problemlos fernsteuern, dessen Daten auslesen und sogar für weitere – möglicherweise illegale – Zwecke nutzen! Weitere Datensammler sind die grossen Onlinedienste wie Amazon, Google usw. Sie speichern sämtliche Suchanfragen und bieten dann Dank hochmoderner Techniken weitere interessante Produkte, perfekt auf den Nutzer zugeschnitten an, so generieren sie weitere Zusatzverkäufe. Ausserdem bleiben die Empfehlungen, Bestellungen, Beschwerden sowie alle Bewertungen selbstverständlich im Netz bestehen- wie lange kann niemand genau sagen. Zu guter Letzt noch ein Wort zu den grossen Suchmaschinen wie Google & Co: Wer diese Dienste nutzt, muss damit rechnen, dass auch hier die zahlreichen Suchanfragen lange, lange im Gedächtnis dieser Global Players bleiben. Zudem scheinen die Daten an Shoppingportale und andere IT-Firmen weitergegeben zu werden, sodass die Werbebanner und Spam-Mails individuell ihren Zielobjekten entsprechend angepasst werden können.

Kleiner Schutz ganz groß
Trotz der scheinbar alles umfassenden Sammelwut der verschiedenen Unterhaltungs- und Kommunikationsdienste lässt es sich mit ein paar wenigen Tipps und Tricks durchaus verhindern zum kompletten durchschaubaren, gläsernen Menschen zu mutieren. Werden zum Beispiel generell keine oder nur wenige gezielte Beiträge auf Facebook & Co veröffentlicht, droht auch keine Gefahr in ferner Zukunft für die persönlichen Nachrichten in Verlegenheit zu geraten. Wer dennoch gerne oft auf solchen Plattformen postet, sollte sich überlegen, ob ein weiterer Benutzeraccount nicht sinnvoller wäre. In Sachen Handykommunikation gibt es Alternativen zu den üblichen Messenger-Diensten, die mit weitaus strengeren und sicheren Verbraucherlinien dienen können. Und wer gerne durch die virtuellen Einkaufswelten shoppt, der sollte auf ein Anti-Spy-Programm setzten, welches den Internetdiensten automatisch den Zugriff auf die IP-Adresse oder generell das Anlegen eines Benutzerprofils erschwert. Durch die Nutzung eines anderen Browsers wie „Iron“ oder „Bit-Box“ kann man sich zudem von weiteren Übergriffen grosser  Konzerne schützen. Allerdings fallen dann die Benutzung, Übersichtlichkeit und der Schutz vor Viren bei diesen Browsern nicht ganz so anspruchsvoll wie bei den Klassikern aus!

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Datenschutz im Alltag
Der gläserne Mensch
der komplett durchschaubare Mensch
Schutz vor der Datensammelwut der Onlinekonzerne